15.06.2018, München

„Lügenpresse“, „Fake News“: Ist die Pressefreiheit in Gefahr?

“Lügenpresse”, “Systempresse”, “Fake News”: Das sind Vorwürfe, mit denen sich Journalisten vor allem seit dem Erstarken des Rechtspopulismus vermehrt konfrontiert sehen. Immer mehr Menschen beziehen ihre Informationen aus der eigenen Filterblase und von unseriösen Medien und misstrauen den traditionellen Pressehäusern und Verlagen. Doch nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch politisch wird daran gearbeitet, den Journalismus zu diskreditieren: In den USA attackiert der Präsident die Presse und schafft eigene Wahrheiten; und nach dem Erlass neuer Mediengesetze stürzte Polen im Ranking der Pressefreiheit von “Reporter ohne Grenzen” von Platz 18 auf Platz 47.

Wie konnte es so weit gekommen? Wo liegen die Ursachen? Und vor allem: Was können Journalisten und Bürger dafür tun, dass die Presse frei bleibt und Journalisten keine Angriffe fürchten müssen?

Darüber wollen ORF-Journalist Armin Wolf und LMU-Professor Carsten Reinemann sprechen und mit dem Publikum diskutieren.

Alle Informationen unter sz.de/lmu-talk

Armin Wolf ist Moderator des österreichischen Nachrichtenjournals Zeit im Bild 2 und seit 2010 stellvertretender Chefredakteur der ORF-Fernsehinformation. Er ist bekannt für seine kritischen Interviews mit Politikern und zeigt Haltung gegen alle, die Journalisten und den Journalismus attackieren. Wolf verklagte Heinz-Christian Strache, nachdem dieser ihm auf Facebook “Fake News” und “Lügen” vorgeworfen hatte – und erzwang so eine öffentliche Entschuldigung des FPÖ-Politiker.

Carsten Reinemann ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der LMU mit dem Schwerpunkt Politische Kommunikation. Er hat über die Medieneinflüsse auf Wahlentscheidungen publiziert und war Mitherausgeber einer Anthologie über die politische Kommunikation populistischer Parteien in Europa.

Moderation: Karoline Meta Beisel, Medienredakteurin der Süddeutschen Zeitung.

„Lügenpresse“,„Fake News“: Ist die Pressefreiheit in Gefahr?

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